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Von Nairobi zur Masai Mara

 

Von Nairobi aus starten wir zur nächsten Etappe, der Masai Mara. Uns steht eine lange Fahrt bevor. Manche von uns nutzen die ersten Stunden für ein kleines Nickerchen.
Von Nairobi geht es durch stark bewohnte Gebiete mit viel interessanter Landschaft zunächst in Richtung Norden. Wir sehen fruchtbare Maisfelder, Sisalplantagen, kleine Wälder und viele andere landwirtschaftlich genutzte Flächen.
An einer unscheinbaren und leicht zu übersehenden Abzweigung biegen wir links ab, fahren tief hinunter in den Grabenbruch (Rift Valley) und besuchen wieder einmal einen Curio-Shop, um uns mit Reiseandenken zu versorgen und unserem Fahrer etwas Provision zu gönnen. Ein großer Beutel Apfelsinen, irgendwo unterwegs sehr preiswert erstanden, versorgt uns mit Vitaminen. Die Früchte sehen zwar mit ihrer teilweise grauen Schale ziemlich unreif und unappetitlich aus, sind aber viel schmackhafter als unsere hier in Deutschland.

Immer geradeaus geht es in Richtung Westen auf der Hauptstraße B3. Schlaglöcher von unglaublicher Größe hatten uns mitte der 90ger Jahre fast das Fahrwerk zertrümmert, später ist diese wichtige Straße jedoch repariert worden. Links tauchen die riesigen Satellitenschüsseln auf, durch die die Telefonverbindung Kenias mit der übrigen Welt ermöglicht wird, rechts der Vulkanberg Llongonot, Kenias größter Vulkan.
Überall Hügel, große Grasflächen, manchmal auch Dornenbuschsavanne. Die ersten Gazellen und da auch zwei Giraffen! Sind wir etwa schon....? Aber das dauert noch ein paar Stunden. Es wird hügeliger, und schließlich erreichen wir die Stadt Narok, "The Centre of Masai", wie unser Fahrer sagte.
Hier machen wir eine längere Pause, natürlich wieder bei einem Curio-Shop. Wenigstens gibt es hier sehr viele Antiquitäten und auch recht ansehbare Aquarelle einheimischer Künstler.
Wir überqueren am Ortsrand von Narok den Fluß Ewaso Ngiro (in Samburu gibt es einen Fluß mit gleichem Namen). Nach ein paar Kilometern am Ende der Asphaltstraße eine Abzweigung. Rechter Hand ein paar Hütten mit einem Autowrack, dessen graubraunes Dach mir schon seit 1990 als Etappenmerkmal dient. Nach links oder geradeaus? Links ab, noch an ein paar Hütten und Kiosken vorbei gehts in den östlichen Teil der Masai Mara. Wir wählen diesmal den beschwerlicheren Weg geradeaus zum Nordteil. Der Weg führt durch Masailand.
Riesige Getreidefelder, dann Dornensavanne. Die Piste gleicht bald einer Mondlandschaft, Schlaglöcher so groß wie der Ngorongorokrater! Wir treffen auf eine kleine Herde von Eseln, später, in der Nähe einer Siedlung dann diese zwei kleinen Masaikinder, die sich schüchtern unserem Bus nähern. Wir schenken ihnen ein paar von den Apfelsinen. Ob sie wohl Apfelsinen überhaupt kennen? Langsam wird die Landschaft fruchtbarer, grüner. Es eröffnet sich die große Ebene, die Masai Mara!
Plötzlich eine Vielzahl von Tieren. An Gnuherden vorbei, Zebras, Gazellen und Straußen erreichen wir unsere Mara Serena Lodge.

 

 
 

Mara Serena Lodge

 

 
 
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Fortsetzung:     Eine Nacht im Governors Camp