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Die auf einer Anhöhe gelegene
Voi-Lodge bietet einen überwältigenden Ausblick über eine Ebene des Tsavo-Ost,
der spärlich mit Akazienbüschen und Bäumen bewachsen, bis hin zum Horizont
reicht.
Direkt unterhalb der Lodge liegen mehrere Wasserstellen, zu denen an jedem
frühen Morgen (um ca. 6:00 Uhr) tausende von Büffeln ziehen, um ihren
Durst zu löschen.

Linker Hand in der Ferne hohe
Vulkanberge, und rechts die Hügellandschaft, durch die wir vom Voi-Gate
her gekommen waren.
Auf dem Lodgegelände selbst kann man schon auf Entdeckungstour gehen.
Die Gartenanlage mit ihren für uns exotischem Pflanzebewuchs bietet
viele Möglichkeiten der Tierbeobachtung. Neben Geckos, Agamen und
Waranen beherrschen Baumschliefer diese Idylle, wenig scheu und bereit
für eine absolute Nahaufnahme mit der Videocamera.
Der Aussichtsbunker unten an den Wasserlöchern gestattet Portraits
von Elefanten auch für die Besucher, die kein Teleobjektiv haben.
Am Nachmittag geht es auf Safari!
Impalas, eine ca. vier Meter lange ganz dünne olivfarbene Schlange, die
quer über dem Fahrweg im Sand liegt, Giraffen und Zebras, dann eine gewaltige
Herde Elefanten! Eine solch große Anzahl hatte ich sonst nur einmal im
Tarangire in Tansania gesehen.
Gemächlich ziehen sie durch ein trockenes Flussbett zu einer Wasserstelle,
die Kleinen immer eng an der Seite ihrer Mütter.
Abends ein Sundowner in der gemütlichen Bar, und dann am nächsten Morgen
vor der Weiterfahrt dieser gewaltige Aufmarsch der Büffel an der Wasserstelle.
Sie ziehen in einer unüberschaubar
langen Kette vor uns vorbei...
Los geht es dann ein Stück weit Richtung Norden, an einem Büffelkadaver
vorbei, an dem sich Geier gütlich tun, bis zum Tsavo-Gate.
Wir überqueren den Highway, machen eine kurze Rast, bei der ich für einen
guten Preis einen großen hölzernen Elefanten erwerbe und fahren dann in
den westlichen Teil des Tsavo-Nationalparks.
Am Tsavo-River halten wir kurz an. Der Fluss führt hier viel Wasser. Zwischen
den Steinen tummelt sich eine Herde Paviane, denen man ansieht, daß sie
Spaß beim Plantschen haben.
Die Landschaft wird immer bergiger. Wir entdecken eine kleine Trappe,
einen Schwarztoko

in den Sträuchern direkt
am Weg und dann wieder eine Gruppe von vier Kleinen Kudus! In den Jahren
zuvor hatte ich diese seltenen Tiere nie gesehen, allerdings einmal Große
Kudus im Samburu.
Die Erde wird schwarz, wir fahren durch ein Lavagebiet, Ausläufer
der Chyulu-Vulkane.
Nicht viel später erreichen wir die Mzima-Springs.
Auf dem Parkplatz stellen wir unser Auto ab und werden von Rangern empfangen.
Natürlich sind die mit Gewehren bewaffnet. Sie führen uns auf
einem gut befestigten Fußweg direkt dorthin, wo das Wasser der Chyulu-Hills
als Quelle aus dem Untergrund wieder auftaucht und in gewaltigem Strom
den See füllt.
Immer entlang am Quellsee geht es vorbei durch dichten Urwald. Wir entdecken
Flusspferde im Wasser, Fiberakazien und Feigenbäume überwiegen
im Wald, zahlreiche Vogelarten lassen sich beobachten, auch ein winzig
kleines Krokodil, etwa 20 cm lang, sonnt sich am Ufer.
Ziel ist die Beobachtungsstelle unter Wasser.
Über eine Treppe klettern wir hinunter in einen runden Stahlkessel
mit ca. 4 Metern Durchmesser, der unter der Wasseroberfläche mittels
dicker Glasscheiben die Sicht bis auf den Grund und sehr weit durch das
klare Wasser ermöglicht.
Fische schwimmen immer wieder um diesen Tank herum, als wollten sie uns
beobachten.
Sogar ein Flusspferd schwebt leichtfüßig vorbei.

Zum Mittagessen finden wir
uns in der Kilaguni-Lodge ein. Es bleibt noch sehr viel Zeit bis zur Abfahrt
zum Amboseli Nationalpark.
Wir verbringen über zwei Stunden auf der Terrasse und genießen den herrlichen
Blick auf die Wasserstellen, die rote Erde, die Akazien und die Berge
im Hintergrund.
Strauße, Ellypsen-Wasserböcke, Zebras, Warzenschweine, und Paviane tummeln
sich, und durch eine Gasse des Akaziengestrüpps nähert sich ein Elefant.
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