Von Mombasa zum
Tsavo-Nationalpark

 

Der Tsavo-Nationalpark ist der größte Park in Kenia. Er wird von der Fernstraße von Mombasa nach Nairobi in den Ostteil (ca. 12.500 qkm) und den Westteil (ca. 7.500 qkm) durchschnitten.
Diese einzige Straßenverbindung zwischen der Hafenstadt Mombasa und der Hauptstadt Nairobi ist recht eng für sich begegnende LKW´s und auch als Asphaltstraße nicht immer in gutem Zustand!

Eine Safari in Kenia beginnt sehr früh. Kaum aus Mombasa heraus, ist die "Völkerwanderung" der Arbeitssuchenden zu beobachten, die sich aus den umherliegenden Dörfern zu Fuß, mit dem Fahrrad, in überfüllten Matatus und auf den Ladeflächen der LKW´s in Richtung Mombasa bewegen.
Weiter im Landesinneren ändert sich die Landschaft entlang der Eisenbahnroute auf dem Highway zwischen Mombasa und Nairobi. Die Vegetation wird trockener und dorniger. Bis auf ein paar Vögel, die auf den altenglischen Telegrafendrähten sitzen, sind keine Tiere zu sehen, obwohl wir doch angestrengt danach Ausschau halten. Dann doch eine tote Hyäne am Straßenrand!
Ein paar LKW´s und Matatus, Safari-Busse und wenige PKW´s kommen uns entgegen. Beeindruckend sind die überlangen LKW´s der amerikanischen Marke MAC mit ihren dreiachsigen Anhängern, die uns immer wieder zwingen, auf der schmalen Straße (Highway) scharf rechts zu fahren.


Ab und zu ein paar Behausungen aus Brettern und Wellblech, ein paar Leinensäcke mit Holzkohle am Straßenrand gestapelt, aber keine Menschen. Dann plötzlich eine Sisalplantage, ein paar Baobabs, eine Tankstelle mit einem Andenkenshop, dann wieder eintönige Dornbuschsavanne rechts wie links.
Am Horizont endlich einige Hügel, dann Berge. Plötzlich das Ticken des Blinkers, unser Bus biegt nach rechts ab und wir erreichen das erste Gate in den Tsavo-Ost Park, das Buchama-Gate. Hier wird eine kleine Pause eingelegt. Der Himmel ist wolkenverhangen, die Temperatur ist mit ca. 25° sehr angenehm.
Ein Verkäufer versucht, uns absolut notwendige Sonnenhüte zu verkaufen, während unser Fahrer die Parkgebühr entrichtet und Informationen bei den Park-Rangern einholt. Safarifahrer informieren sich ständig über die Position sehenswerter Tiere, auch dann, wenn sie sich unterwegs auf der Pirsch begegnen.
Die Piste durch den Park scheint zunächst endlos lang. Ab und zu ein paar Grant Gazellen. Vereinzelt lockern Akazien die Dornensavanne auf. Immerhin kommen die Berge immer näher, und mitten auf den Wegeskreuzungen zeigen uns an Steinhaufen befestigte Wegweiser die Entfernung zu unserem ersten Ziel, der Voi-Lodge.
Es ist für uns eine aufregende Abwechslung, als wir wegen einer Reifenpanne den Wagen verlassen dürfen. In der Ferne trompeten Elefanten, wir genießen die Geräusche, den Wind und das prickelnd gefährliche Gefühl, mitten im afrikanischen Busch zu sein! Natürlich sammeln wir eine ordentliche Portion des roten Lateritsandes in eine Plastiktüte ein, wohlwissend, daß eine solche Gelegenheit, die berühmte Erde Tsavos zu ergattern, wohl kaum so leicht wieder kommen würde.
Auf der Weiterfahrt sehen wir zwei Büffel, die auf der rechten Seite durch die Büsche streifen, später dann, und das ist der erste Höhepunkt, eine Gruppe Kleiner Kudus, die uns am Wegesrand zwischen den Akazienbüschen mißtrauisch und sprungbereit beäugen.

kleiner Kudu kleiner Kudu


Sehr schnell erreichen wir das Voi-Gate. Mehrere Eisenrohre rollbar quer über der Piste angebracht verhindern, daß das Wild diesen Übergang passiert. "Dead Slow please" auf dem Schild links des Weges und "Elephant Grid" rechts soll wohl auch den Tieren Warnung sein.

Wir lassen das Gate links liegen, überqueren wieder diese Rollen und sind auf direktem Wege zur Voi-Lodge. Nur 500 Meter vor der Luxusherberge können wir eine Herde Elefanten beobachten, die am Hang eines Berges vor malerischen Felsen langsam in Richtung der Lodge unterwegs ist.

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