Nairobi-Mombasa per Bahn
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Blue-Train, aber Abenteuer genug, um darüber zu berichten. Wir beenden unsere Safari mit einer Stadtrundfahrt durch Nairobi, sehen das moderne Kongresszentrum, fahren am Eisenbahnmuseum vorbei, genießen den Duft des Marktviertels und bewundern das legendäre Norfolk-Hotel. Der Bahnhofsvorplatz von Nairobi ist wie jeder andere. Ein riesiger Parkplatz voller Autos, kaum Platz für unseren Bus vor dem Eingang und viel zu wenig Zeit für den Abschied von unserem Safaribusfahrer. Es ist immerhin schon kurz vor 6 Uhr abends. |
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| Das
in altenglischem Stil erbaute Bahnhofsgebäude erweckt schon wieder
heimatliche Gefühle, und auch auf dem Bahnsteig beschleicht uns das
Gefühl, dass die Zivilisation uns nun endgültig wieder eingeholt
hat. Wir haben noch genügend Zeit bis zur Abfahrt um 19:00 Uhr und können uns in aller Ruhe umsehen. Ein wahres Völkergemisch umgibt uns. Familien mit vielen Kindern und den abenteuerlichsten Gepäckstücken ebenso wie Rucksacktouristen, vornehme indische Reisegruppen und eine Vielzahl von mehr oder weniger vertrauenswürdiger Gestalten beleben den Bahnsteig. Mehrere Verkaufsstände und fliegende Händler machen ihre Geschäfte. Der Night-Train rollt endlich ein. Es ist halb sieben durch. Unseren Waggon finden wir leicht: Direkt unter dem uns zugeteilten Abteil ist ein Schild der Eisenbahngesellschaft mit unseren Namen angebracht: Mr. + Mrs. Capellmann. Schnell hieven wir unser Gepäck hinauf in den Wagen und belegen unser Abteil. Dieser Zug ist ein Relikt aus alten Zeiten, und das können wir jetzt erleben. Der Gang an den Abteilen vorbei ist so schmal, dass man mit Koffern bepackt nur schräg gehen kann. Das Abteil selbst verfügt über ein Waschbecken, einen großen Ventilator und natürlich über die Sitzbank, über der eine weitere zum Hochbett ausklappbare angebracht ist. Kurz vor der Abfahrt springe ich noch einmal aus dem Zug, um mir das Kärtchen mit unserem Namen zu holen. Immerhin ein schönes Andenken. |
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Kaum hat sich der Zug in Bewegung
gesetzt, vernehmen wir das Gebimmel einer Triangel. Gleichzeitig klopft
es an der Tür des Abteils. Der Stewart will die Betten herrichten
und wir sollen wohl schon zum Abendessen in den Speisewagen gehen. |
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Hier musste es damals beim Bau der Eisenbahn passiert sein, als ein paar Löwen über dreißig Bahnarbeiter regelrecht verspeisten. Schnell wird es jetzt hell, zuerst sind nur Büsche und Palmen zu erkennen, dann die gesamte trockene Landschaft. Ich filme mit meiner Camera einzelne Hütten, kleine Shambas, Palmenwäldchen, die Spitze des Zuges, der gerade um eine lange Kurve fährt, unter einem Tunnel hindurch, um denselben in einer großen Biegung zu überqueren. |
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Wieder das Bimmeln des Triangels.
Man ruft zum Frühstück. |
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