Safari kwa Kenya 2005 Die Tour der Abenteuer
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Nach einer geruhsamen Nacht starteten wir nach dem Frühstück, ausgestattet
mit 4 Picknickboxen, um 8.30 Uhr. Wir fuhren gleich zum Mara River,
in der Hoffnung, die Gnus beim Überqueren des Flusses beobachten zu
können, und John suchte zielstrebig eine gute Stelle, etwas erhoben
und direkt am Fluss, aus - jede Menge Gnus in der unmittelbaren Nähe,
und nur ein anderer Safaribus stand dort.
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Schon von weitem konnten wir vom Weg aus einen Baum mit etlichen Geiern sehen, und als wir dorthin fuhren, entdeckten wir ein junges totes Zebra, das gerade ausgiebigst “bearbeitet” wurde. Anders kann man es wirklich nicht nennen, eine ganze Schar von Geiern zog und zerrte an dem toten Tier und dabei stritten sie sich auch noch lautstark, obwohl genug für alle zum Fressen da war. Ein grausliges Szenario, aber irgendwie auch wieder faszinierend: die Geier mit ihren riesigen Flügeln einmal aus nächster Nähe zu beobachten, war schon etwas Besonderes. Als wir wieder wegfuhren, entdeckten wir am Wegesrand unter einem Baum im Schatten liegend noch eine dicke Löwin - ob vollgefressen oder schwanger, das konnten wir nicht sagen... |
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Gegen halb zwei fanden wir einen guten Platz für unser Picknicklunch, John hielt an und holte eine Decke hervor, und dann hieß es erst einmal: essen und eine kleine siesta halten. Eine gute Stunde hielten wir es hier aus, und nach einem Besuch der Buschtoilette ging es weiter. Wieder fuhren wir durch unglaublich große Gnuherden, wieder lagen etliche Tiere schläfrig mitten auf dem Weg - ein Gnu wollte gar nicht aufstehen, selbst als wir mit dem Wagen direkt vor ihm standen, und wir dachten schon, es sei tot oder mindestens krank, aber nein! Ganz zum Schluss sprang es dann doch auf und lief weg - es hatte nur tief und fest geschlafen. Na, da hätte eine Raubkatze aber leichtes Spiel gehabt. Augen auf in der Wildnis! Wir nannten es das “deep sleeping gnu”... Während wir so durch die Gegend fuhren, konnten wir auf einmal schon von weitem an einer Stelle mehrere Safaribusse stehen sehen. Also machten wir uns auch dorthin auf, und - dort lagen im Gras, mitten in der prallen Sonne, ein Löwe und eine Löwin, wahrscheinlich Honeymooner, wie John grinsend meinte. Wir machten ein paar Fotos, bis die Löwin auf einmal aufstand und direkt auf unser Fahrzeug zuging. Uh, ja, und nun? Wir sollten ganz ruhig bleiben und keine schnellen Bewegungen machen, riet uns John. Waren alle Fenster zu? Vorsichtig überprüften wir sie, und hofften nur, dass die Löwin nicht zum Sprung Richtung Dach ansetzen würde - das war natürlich noch auf... Aber die Raubkatze hatte etwas ganz Anderes im Sinn: ihr war es wohl in der Sonne zu heiß, sie legte sich direkt an unserem Wagen in den Schatten. Keinen halben Meter war sie von uns entfernt, wie konnten sie deutlich atmen hören. Wir dagegen wagten kaum noch zu atmen, so aufregend war es! An Fotografieren war nun allerdings nicht mehr zu denken, dazu hätten wir die Fenster aufmachen und die Kameras nach unten heraus halten müssen, aber das wagte natürlich keiner von uns. Nach einer Weile startete John den Motor und fuhr langsam ein Stückchen weiter. Puh, das war schon spannend! Nun sahen wir auch, dass sich nicht weit entfernt noch ein zweites Löwenmännchen im Gras rekelte. Das konnten wir dann auch in aller Ruhe fotografieren - einschließlich seines unheimlich großen Rachens mit einer merkwürdig gespaltenen Zunge. Ja, solche Fotos sind das Salz in der Suppe, wir waren begeistert und glücklich. Da hatte sich die Ganztagspirschfahrt wirklich gelohnt, erst die Gnus am Mara River, nun diese Löwen - klasse! |
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