Safari kwa Kenya 2005

Die Tour der Abenteuer


 
 

Aber am nächsten Morgen hieß es für uns Aufbruch, nach dem Frühstück mussten wir uns von allen verabschieden.
Der Koch hat uns noch seine geheiligten Räume, die Küche, gezeigt und jedem von uns eine Visitenkarte in die Hand gedrückt. Chef de la cuisine mit eigener Visitenkarte, das fanden wir klasse. Wir lobten noch einmal das hervorragende Essen, und dann marschierten wir zum Safaribus, wo schon John und zwei bewaffnete Ranger auf uns warteten.
Auf ging`s Richtung Lake Baringo bzw. zum Zwischenstopp Maralal. Wir fuhren ostwärts bis Archer`s Post, dann in nordwestlicher Richtung über Lodunglokwe und Kisima bis nach Maralal.
Bis dahin war es eine insgesamt rund vierstündige Fahrt, durch eine atemberaubend schöne Landschaft - schwer, das in Worte zu fassen und zu beschreiben! Wer jemals eine Safari mit den Zielen Samburu und Lake Baringo plant, sollte unbedingt diese Route wählen. Es ist eine anstrengende und lange Fahrt, und wir waren abends ziemlich geschafft, aber es lohnt sich, und wer diese Strecke einmal gefahren ist, wird das bestätigen.
Immer wieder wechselte die Szenerie: rote Erde, Savanne, hier und da ein paar Samburu-Dörfer, dann fast Halbwüste, dann wieder grüne und vegetationsreiche Gebiete, über allem ein strahlend blauer Himmel, und Berge und Bergketten, die für ein einmaliges Panorama sorgten.

 
 


 
 

Hier hätte man ganze Filme verbrauchen können, aber leider - wir waren ja nur auf der Durchreise - reichte es nur für ein paar Fotos aus dem fahrenden Wagen heraus. Der Höhepunkt auf diesem ersten Teil der Gesamtstrecke waren die Karisia Hills bei Kisima. Als wir an einer günstigen Stelle anhielten und zum Fotografieren aussteigen konnten, befanden wir uns auf etwa 2.000 m Höhe (die Karisia Hills selbst sind bis zu 2.500 m hoch) und hatten einen spektakulären Blick in die Täler.

 

 
 

 
 


Auch der Uaso Nyiro Fluss war zu erkennen, wie ein kleiner Faden schlängelte er sich weit, weit unterhalb unseres Standortes durch die Berge. Ja, die Fahrt hatte sich wirklich gelohnt, das konnten wir schon jetzt sagen, obwohl uns noch mehrere Stunden weiterer Fahrt erwarteten!

Gegen Mittag kamen wir in Maralal an, das uns sehr überraschte: keine Spur von einem “Ort mit Wildwestatmosphäre”, wie die diversen Fachbücher und -leute behaupteten, alles war sehr grün und landschaftlich wunderschön. Staubig war es allerdings schon, was aber wohl eher daran lag, dass die Tür unseres Busses nicht richtig schloss - wir waren abends bei der Ankunft am Lake Baringo Club
richtig rot.
In der renovierungsbedürftigen ...

 
 
   
 
 
... Maralal Safari Lodge bestellten wir Sandwiches und Getränke, und nach dieser Stärkung ging`s weiter, Teil 2 der Strecke wartete auf uns.
Nun ging es über Sukuta Lol Marmar und Loruk bis nach Kampi ya Samaki, von wo aus es nur noch wenige Kilometer bis zum Lake Baringo Club waren. Wir fuhren bald auch nicht mehr durch Samburuland, sondern befanden uns im Gebiet der Pokot, einem der anderen Halbnomaden-Stämme in Kenya.
Wie schon zuvor, tauchten auch hier immer wieder Einheimische wie aus dem Nichts auf und liefen neben der Straße oder verschwanden wieder wie im Nichts in der Umgebung. Wo kamen sie her, und wo wollten sie hin? Auch diese Strecke hatte es in sich und war genauso schön wie der erste Teil. Insbesondere als wir kurz vor Loruk am Straßenrand hielten und aussteigen sollten, stockte uns der Atem: wir waren auf einer Anhöhe und konnten von hier oben auf den riesigen Lake Baringo hinunterschauen, eine einmalige Aussicht. Die größte der insgesamt sieben Inseln in diesem Süßwassersee, Ol Kokwe Island, war deutlich zu erkennen. Eine Landschaftssafari, wie sie schöner nicht sein kann!

 
 
Der Lake Baringo
 
 

Allerdings auch eine anstrengende, denn Teile der Strecke, insbesondere kurz hinter Maralal, waren in schlechtem Zustand. Manchmal konnten wir nur neben der eigentlichen “Straße” fahren, da diese durch starke Regenfälle nicht mehr benutzbar war, und da wurden wir schon ganz schön durchgeschüttelt. Aber als mittlerweile “alte Safarihasen” konnte uns das ja nicht mehr umhauen!
Auf dem allerletzten Stück der Strecke hatten wir noch Gelegenheit, ein paar Pokotmädchen und -jungs kennen zu lernen und zu fotografieren. Um den Preis für die Fotos musste natürlich zunächst hartnäckig gefeilscht werden...

 
 
Mädchen vom Stamm der Pokot    
 
 


Es wurde schon leicht dämmerig, als wir dann endlich beim Lake Baringo Club ankamen. Insgesamt waren wir mehr als 400 km an einem Tag gefahren und hatten dafür - ohne Mittagspause - 8 Stunden gebraucht. Aber wir fanden alle, dass es eine lohnende Investition war!

Allerdings waren wir abends doch ziemlich müde.
So gingen wir nach dem Einchecken und Zimmerbeziehen sowie einer schnellen, aber dringend erforderlichen Dusche (der rote Staub war überall hin gekrochen, die Kleidung gaben wir gleich in den laundry service, und beim Duschen färbte sich sogar das Wasser rot!) noch zum Essen, dann war aber relativ schnell das Bett angesagt.
John berichtete von einem kaputten Reifen, festgestellt auf dem Hotelparkplatz und verursacht durch Scherben, den er noch reparieren lassen musste.
Wir konnten am darauffolgenden Tag etwas ausspannen: außer einer Bootstour auf dem Lake Baringo hatten wir kein festes Programm. Unsere Bootsfahrt sollte zwar schon um halb neun starten, aber danach blieb ja noch genügend Zeit, den laut Reiseführer “kleinen, aber unwiderstehlichen” Pool zu testen und ein erholsames Nickerchen auf einer Liege oder im Zimmer zu halten.


 
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