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Na egal, für eine Nacht war es in Ordnung.
Und es gab immerhin zwei Pools, von denen einer ausprobiert werden musste,
bis wir am Nachmittag zum See fahren wollten.
Zunächst hieß es also Zimmer beziehen, Mittag essen und ein bisschen
relaxen. Um viertel nach drei ging`s los zum Lake Bogoria.
Beim Loboi Gate, einem von insgesamt drei Zugängen, fuhren wir in den
Park hinein und auf der Westseite am See entlang. Die Ostseite des Sees
wird vom gewaltigen, bis zu 600 m hohen Siracho Escarpment gesäumt,
was für ein gigantisches Panorama sorgt - der blaugrüne alkalische See
mit von Flamingos rosagefärbtem Ufer im Vordergrund, die grüne Bergkette
im Hintergrund.
Nach einiger Zeit hielt John an und wir konnten aussteigen und zu den
heißen Quellen, den Loburu Hot Springs, gehen. Hier brodelte es wirklich
ganz schön, wenn auch einige Quellen derzeit inaktiv waren (wir sahen
einige Schilder, die vor “sleeping springs” warnten).
Unablässig spritzte Wasser aus den Quellen in zum Teil hohen Säulen
in die Luft - wie wir später nachlesen konnten, bis zu 5 Meter hoch.
Und heiß war es hier! Wir hatten nur leichte Kleidung an, aber uns war
mächtig warm. Ein wahrhaft “höllischer” Ort...
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Das Seeufer war gesäumt von Flamingos und Zwergflamingos, es waren zwar
viele, aber nicht so viele wie sonst, wie uns John erzählte. Nach ausgiebiger
Quellenbesichtigung stiegen wir wieder ins Fahrzeug und fuhren weiter
am See entlang. Da die Ostseite aufgrund eines Erdrutsches vor ein paar
Jahren nicht passierbar ist, fuhren wir bis kurz hinter den Fig Tree
Campingplatz und von dort aus auf gleicher Strecke wieder zurück. Vorher
hatten wir noch die Gelegenheit, einen Blick “von oben” auf den See
zu werfen - die Straße stieg steil an, und an der höchsten Stelle hatten
wir einen atemberaubenden Blick auf den unter uns liegenden See. Es
war unglaublich schön! Wieder ein weiteres Highlight der “Landschaftssafari”...
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Es war bereits später Nachmittag, als wir uns wieder auf den Heimweg
machten.
Kurz vor dem Parkausgang trat John auf die Bremse - eine Schildkröte
schlich über die Straße!
Super, auch die fehlte uns noch in unserer Fotosammlung.
Während wir hielten und unsere schon eingepackte Fotoausrüstung wieder
hervorkramten, kam ein Esel aus dem Gebüsch herausspaziert. Ein ganz
besonderer Esel - dieses Exemplar hatte drei (!) Ohren! Wir waren so
erstaunt, dass wir zunächst gar nicht an ein Foto dachten, und als wir
dann doch noch ein Bild machen wollten, war der Esel bereits wieder
im Gebüsch verschwunden. Klasse, dachten wir, das glaubt uns doch ohne
Beweisfoto zuhause keiner...
Auf der Rücktour zum Hotel wurden wir noch zu einer Pause gezwungen:
schon wieder ein Platten! Es dämmerte bereits merklich, da hielt John
am Straßenrand, es hieß aussteigen, und er machte sich auf die Suche
nach einem großen Stein und packte den Wagenheber aus. Zum Glück klappte
der Reifenwechsel und nach einer Viertelstunde konnten wir weiterfahren.
Im Dunkeln kamen wir beim Hotel an. Na, das bedeutete für morgen also
nochmals: Reifenservice, bitte helfen!
Nach dem Abendessen verkrochen wir uns recht schnell in unsere Betten,
schließlich stand für morgen wieder eine lange Fahrt an: vom Lake Bogoria
zunächst nach Nakuru, dann von dort über Kericho und Kisii in die Mara.
Da brauchten wir wohl wieder etwas Durchhaltevermögen!
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