Safari kwa Kenya 2005

Die Tour der Abenteuer


 
  Gegen halb elf erreichten wir das Lake Bogoria Hotel.
Das eigentliche Gebäude war ein ziemlicher Kasten und passte nicht so wirklich in diese Gegend. Einige neuere Bungalows waren deutlich kleiner und hübscher anzusehen. Das Hotel befand sich auch nicht mehr auf dem neuesten Stand und war doch ein wenig renovierungsbedürftig.

 
 
 
 


Na egal, für eine Nacht war es in Ordnung.
Und es gab immerhin zwei Pools, von denen einer ausprobiert werden musste, bis wir am Nachmittag zum See fahren wollten.
Zunächst hieß es also Zimmer beziehen, Mittag essen und ein bisschen relaxen. Um viertel nach drei ging`s los zum Lake Bogoria.
Beim Loboi Gate, einem von insgesamt drei Zugängen, fuhren wir in den Park hinein und auf der Westseite am See entlang. Die Ostseite des Sees wird vom gewaltigen, bis zu 600 m hohen Siracho Escarpment gesäumt, was für ein gigantisches Panorama sorgt - der blaugrüne alkalische See mit von Flamingos rosagefärbtem Ufer im Vordergrund, die grüne Bergkette im Hintergrund.
Nach einiger Zeit hielt John an und wir konnten aussteigen und zu den heißen Quellen, den Loburu Hot Springs, gehen. Hier brodelte es wirklich ganz schön, wenn auch einige Quellen derzeit inaktiv waren (wir sahen einige Schilder, die vor “sleeping springs” warnten).
Unablässig spritzte Wasser aus den Quellen in zum Teil hohen Säulen in die Luft - wie wir später nachlesen konnten, bis zu 5 Meter hoch. Und heiß war es hier! Wir hatten nur leichte Kleidung an, aber uns war mächtig warm. Ein wahrhaft “höllischer” Ort...

 
 
    
 
 
   
 
 


Das Seeufer war gesäumt von Flamingos und Zwergflamingos, es waren zwar viele, aber nicht so viele wie sonst, wie uns John erzählte. Nach ausgiebiger Quellenbesichtigung stiegen wir wieder ins Fahrzeug und fuhren weiter am See entlang. Da die Ostseite aufgrund eines Erdrutsches vor ein paar Jahren nicht passierbar ist, fuhren wir bis kurz hinter den Fig Tree Campingplatz und von dort aus auf gleicher Strecke wieder zurück. Vorher hatten wir noch die Gelegenheit, einen Blick “von oben” auf den See zu werfen - die Straße stieg steil an, und an der höchsten Stelle hatten wir einen atemberaubenden Blick auf den unter uns liegenden See. Es war unglaublich schön! Wieder ein weiteres Highlight der “Landschaftssafari”...

 

 
 
 
 


Es war bereits später Nachmittag, als wir uns wieder auf den Heimweg machten.
Kurz vor dem Parkausgang trat John auf die Bremse - eine Schildkröte schlich über die Straße!
Super, auch die fehlte uns noch in unserer Fotosammlung.
Während wir hielten und unsere schon eingepackte Fotoausrüstung wieder hervorkramten, kam ein Esel aus dem Gebüsch herausspaziert. Ein ganz besonderer Esel - dieses Exemplar hatte drei (!) Ohren! Wir waren so erstaunt, dass wir zunächst gar nicht an ein Foto dachten, und als wir dann doch noch ein Bild machen wollten, war der Esel bereits wieder im Gebüsch verschwunden. Klasse, dachten wir, das glaubt uns doch ohne Beweisfoto zuhause keiner...
Auf der Rücktour zum Hotel wurden wir noch zu einer Pause gezwungen: schon wieder ein Platten! Es dämmerte bereits merklich, da hielt John am Straßenrand, es hieß aussteigen, und er machte sich auf die Suche nach einem großen Stein und packte den Wagenheber aus. Zum Glück klappte der Reifenwechsel und nach einer Viertelstunde konnten wir weiterfahren.
Im Dunkeln kamen wir beim Hotel an. Na, das bedeutete für morgen also nochmals: Reifenservice, bitte helfen!
Nach dem Abendessen verkrochen wir uns recht schnell in unsere Betten, schließlich stand für morgen wieder eine lange Fahrt an: vom Lake Bogoria zunächst nach Nakuru, dann von dort über Kericho und Kisii in die Mara.
Da brauchten wir wohl wieder etwas Durchhaltevermögen!

 

 
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