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Was ist eine Patenschaft bei PLAN International? |
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PLAN International und die Idee der Patenschaft PLAN International ist eine Hilfsorganisation, die sich für die nachhaltige
Verbesserung des Lebensumfeldes bedürftiger Familien und Gemeinden in
den Entwicklungsländern einsetzt. Im und nach dem 2. Weltkrieg wurden die Aufgaben von PLAN auf die Unterstützung von Kriegskindern, auch der Verfolgung entkommenen jüdischen Kindern, in ganz Europa ausgeweitet. Nach Kriegsende half PLAN auch in Deutschland. Heute hilft PLAN Kindern und ihren Familien in der Dritten Welt - unabhängig von Religion, politischen Verhältnissen und Volkszugehörigkeit. Weltweit wurden bisher mehr als eine Millionen Patenkinder vermittelt. Mit einer Patenschaft werden überschaubare Projekte finanziert, mit denen die Lebensumstände der Kinder, ihrer Familien und deren Umgebung dauerhaft verbessert werden. Das Ziel ist dann erreicht, wenn die Grundbedürfnisse der Menschen befriedigt sind und sie aus eigener Kraft und mit eigenen Mitteln unabhängig von der Hilfe Dritter leben können. Das kann 10 Jahre oder auch länger dauern. In dieser Zeit hat man als Pate oder Patin die Möglichkeit, die Entwicklung des Kindes und seiner Gemeinde zu verfolgen, mit dem Patenkind zu kommunizieren und es sogar zu besuchen. PLAN International ist von der UNO anerkannt und hat mit UNICEF einen beratenden Status. Das deutsche PLAN-Büro wurde 1989 gegründet und betreut derzeit mehr als 210.000 Patenschaften. Vom deutschen Zentralinstitut für soziale Fragen (DZI) wurde PLAN das DZI-Siegel zuerkannt, das für geprüfte Transparenz und Wirtschaftlichkeit im Spendenwesen steht. Wie funktioniert eine Patenschaft? Wer eine Patenschaft übernimmt, zahlt dafür monatlich 25 €. Natürlich kann man auch mehrere Patenschaften übernehmen (dann erhöht sich der Beitrag dementsprechend) oder einen höheren Beitrag als 25 € zahlen, dann wird der übersteigende Teil für allgemeine Projekte verwendet. Eine Patenschaft läuft grundsätzlich so lange, wie Hilfe in der Gemeinde des Kindes erforderlich ist, längstens aber bis zum 18. Lebensjahr des Kindes - es sei denn, man beendet die Patenschaft vorher selbst. Dies ist jederzeit ohne Angabe von Gründen möglich. Endet eine Patenschaft, weil die Hilfe nicht mehr erforderlich ist oder weil das Patenkind das 18. Lebensjahr erreicht hat, kann man, wenn man möchte, im Anschluss eine andere Patenschaft übernehmen. Während einer Patenschaft kommunizieren Patenkind und Paten per Brief. Der Briefwechsel wird über PLAN koordiniert und durchgeführt. Daneben erhält jeder Pate einmal im Jahr einen jährlichen Fortschrittsbericht mit Fotos des Patenkindes, in dem über die persönliche Situation des Patenkindes und seiner Familie sowie den Projekten in der Gemeinde berichtet wird. Wer möchte, kann sein Patenkind auch (natürlich auf eigene Kosten) besuchen. Wenn es die örtlichen Verhältnisse zulassen und nach entsprechender vorheriger Anmeldung kann man in Begleitung eines PLAN-Mitarbeiters sein Patenkind und die Familie kennenlernen und sich vor Ort von der Hilfe überzeugen. Grundsätzlich besteht die Möglichkeit, auch nach dem Ende der Patenschaft noch in brieflichem Kontakt zum Patenkind zu bleiben, allerdings kann es aufgrund der jeweiligen örtlichen Gegebenheiten schwierig sein, den Kontakt auch tatsächlich aufrechtzuerhalten. Mit den Patenschaftsbeiträgen werden Projekte in den folgenden Bereichen finanziert: Gesundheit: z. B. Verbesserung der hygienischen Bedingungen, Bau
und Einrichtung kleiner Krankenstationen, Gesundheitserziehung, Familienplanung
und Impfprogramme; Das Prinzip der Patenschaft liegt darin, dass nicht allein dem Patenkind, sondern auch seinem direkten Umfeld geholfen wird. Bargeldauszahlungen an das Patenkind und seine Familie finden aus diesem Grunde nicht statt. Stattdessen stellt PLAN für die Selbsthilfeprojekte technisches Know-how und finanzielle Mittel für Materialien zur Verfügung, während die Arbeit von der Gemeinschaft selbst geleistet wird. Die Projekte selbst werden immer gemeinsam mit den betroffenen Menschen ausgearbeitet. Dazu gehören auch Zeitplanung und Zielsetzung der Projekte. Es gibt PLAN-Büros vor Ort, die die Projekte und ihre Entwicklung begleiten. Wenn die Gemeinschaft die begonnenen Projekte aus eigener Kraft fortsetzen kann, zieht sich PLAN zurück und wendet sich anderen notleidenden Regionen zu. Das ist der Moment, in dem eine Patenschaft (siehe oben) offiziell beendet wird. Was passiert mit meinen Patenschaftsbeiträgen? Die Patenschaftsprojekte der Paten aus den Geberländern (das sind insgesamt 13 Nationen, u. a. Deutschland) fließen über PLAN-eigene Konten direkt in die Projektgebiete der Nehmerländer (das sind insgesamt 44 Länder in Afrika, Asien, Lateinamerika und Albanien). Je ein Projektleiter steht einem PLAN-Büro vor, das bis zu 250 Dörfer oder - in den Städten - mehrere Elendsviertel betreut. Die Projektleiter werden durch ausschließlich einheimische Mitarbeiter/innen unterstützt. Daneben gibt es in jedem Projektgebiet zahlreiche ehrenamtliche Mitarbeiter/innen, die eine Art Bindeglied zwischen PLAN-Büro und den Familien darstellen und eine wichtige Vertrauensstellung einnehmen. Der Einsatz von einheimischen Mitarbeitern bringt viele Vorteile: den Menschen wird durch ihre eigenen Landsleute geholfen, Probleme durch Sprach- und Kulturunterschiede werden ausgeschlossen und für die jeweiligen Mitarbeiter sind Arbeitsmöglichkeiten vorhanden. Das erworbene Wissen kann letztlich auch später und außerhalb der Organisation verwendet werden. Noch etwas zum Schluss... Viermal im Jahr erhält jede Patin/jeder Pate die "PLAN-Post", ein Informationsheft, in dem z. B. über spezielle Projekte berichtet wird. Der jährliche Rechenschaftsbericht, anhand dessen man erkennen kann, wie viel finanzielle Mittel wohin geflossen sind, ist Bestandteil der PLAN-Post. Interesse? Für weitere und ausführlichere Informationen: www.plan-deutschland.de oder PLAN International Deutschland e. V., Bramfelder Str. 70, 22305 Hamburg, Tel. 040/611 400 |
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