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Die zwei Stunden Fahrt gingen ziemlich schnell vorüber, dank der wunderschönen
Landschaft konnten wir gar nicht anders, als ständig aus dem Fenster
zu schauen. Besonders die grünen Baobabs waren faszinierend, hatten
wir diese Bäume doch bisher immer nur unbelaubt gesehen. Mit Blättern
sahen sie ganz anders aus!
Die Landschaft war wirklich faszinierend, immer wieder Palmen und Baobabs,
und dann große Sisalplantagen zwischen Kikambala und Kilifi, dazu der
blaue Himmel mit der langsam aufgehenden Sonne... Einfach nur schön!
Am Kilifi Creek konnten wir auf der rechten Seite den Indischen Ozean
und auf der linken Seite das Flusstal, den Creek, mit zahllosen Segel-
und Motorbooten sehen.
Da es früher Morgen war, gab es als besondere Zugabe auch noch einen
Blick auf den spektakulären Sonnenaufgang direkt über dem Creek. Was
für ein tolles Bild! Wir waren richtig begeistert. Leider ging die Fahrt
weiter, und mehr als einen Blick konnten wir auf diese schöne Gegend
nicht werfen.
Nach relativ kurzer Zeit kam auf der linken Seite die nächste Sehenswürdigkeit:
der Arabuko Sokoke Forest. Dichtes Gestrüpp und hohe Bäume zeigten den
Beginn eines undurchdringlichen Waldes. Über etliche Kilometer ging
das so. Wir konnten einfach nicht durch diese grüne Wand hindurch sehen.
Und es waren keine Palmen, sondern richtige Regenwaldbäume, ein echter
Kontrast zu dem, was wir noch ein paar Minuten vorher gesehen hatten.
Wir kamen noch an einem weiteren Creek, dem Mida Creek, vorbei, dann
war es auch nicht mehr allzu weit, bis wir Malindi erreicht hatten.
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Auf den ersten Blick sah Malindi nicht viel anders aus als die kenyanischen
Orte, die wir schon gesehen hatten: viele Menschen, die zu Fuß unterwegs
waren, und shops aller Art - von Obst- und Gemüseständen bis hin zu
Möbelläden unter freiem Himmel -, was aber dann doch auffiel, waren
die vielen Touristen, die hier herumfuhren oder -gingen.
Je weiter wir in die Stadt hineinfuhren, desto häufiger tauchten Schilder
mit Aufschriften wie “Dolce vita Appartements” oder so ähnlich auf.
Ach ja, was hatte doch im Reiseführer gestanden? Eine “italienische
Enklave” sei Malindi, und “Horden von italienischen Pauschaltouristen”
würden die Stadt belagern. Na denn. Ob`s so schlimm werden sollte??
Als wir zu unserem Hotel in eine Nebenstraße abbogen und kurz darauf
anhielten, waren wir zunächst einmal sehr erstaunt. Keine Pforte mit
Wachpersonal, kein Tor mit einer eigenen Zufahrt zum Hotelgrundstück,
wie wir das von der Südküste Mombasas gewohnt waren, nein, wir hielten
einfach an der Straße direkt vor der Eingangstür und konnten aussteigen.
Während Justin, unser Fahrer, die Koffer auslud, sahen wir in eine recht
unscheinbar wirkende Empfangshalle. Kaum hatten wir die Halle betreten,
wurden wir freundlich lächelnd begrüßt: “Merry Christmas, and karibuni,
welcome!”
Stimmt ja, es war Weihnachten! Während wir im Flieger noch daran gedacht
hatten, war uns während der knapp zweistündigen Fahrt bei tropischer
Hitze, mit dem Blick auf Palmen und den Indischen Ozean, jegliches weihnachtliches
Gefühl abhanden gekommen... Aber der kleine, bunt blinkende Plastik-Weihnachtsbaum
in der Empfangshalle überzeugte uns dann endgültig: es war Weihnachten!
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