| |
Vor und nach der Safari haben wir Zeit genug, die wir in
unserem Strandhotel verbringen können. Jedoch warten in und um Mombasa
viele Sehenswürdigkeiten und Ausflugsziele nur auf unseren Besuch!
Einen hoffentlich ausreichenden Überblick erhalten wir bei Ankunft
von unserem Reiseleiter. Auch liegen sicher in der Rezeption des Hotels
einige Prospekte herum. Jedoch ist jetzt eine schnelle Entscheidung
vonnöten! Viel zu schnell sind die Kurztripps ausgebucht, oder der
Start ist schon am nächsten morgen, also wenn wir noch darüber
nachdenken.
Hier eine kleine Auswahl zur Vorentscheidung:
Mombasa
Rund um Mombasa, ein Bericht von der Coastweek.
Fort Jesus

Der Besuch dieser portugisischen Festungsanlage, erbaut um 1593, gewährt
einen umfassenden Überblick über die Geschichte
dieser Festung (interner
Link), Mombasas und Ostafrikas (meist englischsprachige
und preiswerte Führung). Ein schmuckes Museum lässt auch einen
zweistündigen Aufenthalt nicht langweilig werden.
Noch mehr Fotos
vom Inneren der Festungsanlage...
Alter Dhau-Hafen
Gegenüber dem Ft. Jesus gelangen wir auf einem Spaziergang durch
die berühmte Altstadt Mombasas zum alten Dhau-Hafen, in dem immer
noch hölzerne Handelsschiffe wie aus vergangener Zeit be- und entladen
werden. Unterwegs gibt es viele Geschäfte und Basare, in denen wir
so manches Andenken oder auch ein farbenfrohes
T-Shirt entdecken und narürlich kaufen können (!).
Der alte Hafen selbst kann besichtigt werden.

Dort legen immer einige der altertümlichen Dhaus an, die teilweise
von Strafgefangenen be- und entladen werden.
Haller
Park (Bamburi Nature
Trail)
Einen außergewöhnlichen Eindruck auf unsere Safari gewinnen
wir in diesem "Naturparadies aus Menschenhand". Den aus einem
Steinbruch erschaffenen Safaripark mit einer Fischfarm (Tilapias), Reisfeldern,
einem Krokodilzuchtgehege, einer Schlangenfarm und natürlich den
großen Wildtiergehegen wirst Du bestimmt nicht nur einmal besuchen
wollen:
Nach Gründung der Portland-Zementfabrik 1954 in Mombasa wurde der schweizer
Tropenagrarokonom Rene Haller beauftragt, um in den abgebauten Flächen
"Grünkosmetik" zu betreiben. Im Jahre 1959 begann das Projekt. Haller
gelang es, durch das Pflanzen von widerstandsfähigen Bäumen (Kasuarinen)
erste Erfolge zu erzielen. Nach vielen Rückschlägen und neuen Erkenntnissen
ist auf dem unfruchtbaren Boden eine Humusschicht entstanden, für die
auch die Tausendfüßler (Schnurfüßlern) ihren erheblichen Beitrag
leisteten. Die ausgewogene Sammlung von Pflanzensamen und auch von Kleintieren
wie Insekten bereicherten die neue Kulturlandschaft. Süßwasser wurde angestaut
und so entstand ein sich selbst regelndes Biotop. Immer war dabei die
Natur und nicht Chemie der Regulator. Nahmen z.B. die Stechfliegen zu,
wurden dagegen Perlhühner erfolgreich eingesetzt. Gegen Ratten wurden
Schlangen, gegen die zu vielen Schnecken Igel in den Park gebracht. So
ist eine ökologisch gesunde Naturlandschaft entstanden, die ohne Chemie
auskommt und sich komplett selbst erhält und regeneriert. Seit mehreren
Jahren finanziert sich dieses Ökosystem selbst und macht Gewinne.
Holzschnitzerdorf Sakamba
Du kannst beobachten, wie aus einem Baumstamm in mehreren Schritten die
schönste Holzschnitzerei geschaffen wird. Etwa dreitausend Holzschnitzer
arbeiten hier und lassen sich gern auf die Finger schauen und natürlich
auch fotografieren. Alle sind Mitglied in einer Genossenschaft, die ihnen
ein geregeltes Einkommen garantiert.
Manche Stücke im Shop am Eingang sind zwar ein wenig teurer, dafür
aber von wesentlich besserer Qualität als das, was am Strand angeboten
wird.
Mamba Village
Die wohl größte Krokodilfarm in Afrika bietet neben tausenden
von Krokodilen auch ein kleines Aquarium, einen botanischen Garten und
die Möglichkeit, auf einem Kamel zu reiten. Du kannst in einem Restaurant
Krokodilfleisch probieren!
Ngomongo-Villages
Ganz in der Nähe vom Bamburi-Park im Stadtteil Shanzu befinden sich die
Ngomongo-Villages, ein Erlebnispark besonderer Art. Hier kann man die
Lebensweise der verschiedenen kenianischen Ethnien studieren. Angehörige
der unterschiedlichsten Volksstämme geben dem Besucher Einblick in ihre
Traditionen, zeigen ihre Hütten mit dem dazugehörigen Umfeld, erzählen
vom Familienleben, von der Ernährung, den handwerklichen Tätigkeiten (hier
kann man noch einiges lernen!) u.s.w. Auch wenn heute nicht mehr so gelebt
wird: Das "Dorf" ist hochinteressant.
Shimba-Hills
Der Shimba-Hills- NP ist einer der kleinsten Tierparks in Kenia, südlich
von Mombasa gelegen. Dieser abwechslungsreiche Nationalpark eignet sich
sehr gut als Ausflugsziel für einen Tag. Hier ist die in Kenia sonst
kaum noch zu sehende Rappenantilope (Säbelantilope) häufig anzutreffen.
Eine Übernachtung in einer
Baum-Lodge mit nächtlichen Tierbeobachtungen wird hier auch angeboten.
Nairobi
Nairobi bietet eine Vielzahl von Attraktionen, die den Aufenthalt in dieser
Weltstadt nicht langweilig machen. Da bietet sich das Eisenbahnmuseum
in der Nähe des Bahnhofs an, das international anerkannte Nationalmuseum
am Museum Hill, ein Besuch im Norfolk-Hotel, in dem sich der Lord Delamere,
Winston Churchill und Ernest Hemingway so manchen Drink gönnten und
auch Karen Blixen ihren Auftritt hatte, die Jamia-Moschee mit ihren beiden
Minaretten, auch das Carnivore-Restaurant am Stadtrand, das mich wegen
der Grillspezialitäten begeistert hatte!
Nur kann man Nairobi nicht an einem Tag kennenlernen!
In den Hotels am Strand werden Tagesausflüge angeboten, die oft
mehrere Ziele beinhalten und bei kurzer Kalkulation des Preises viel günstiger
sind als die Tour auf eigene Faust. Die Markthallen, die Moscheen und
schließlich die so bekannten Stoßzähne wollen ja auch
erst einmal gefunden werden.
|