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Fototipps

     
 

Nehmt viele Filme aus der Heimat mit (pro Safaritag mindestens 3 Filme a´ 36 Aufnahmen). In Afrika erhältliche Filme sind viel zu teuer und oft überaltert. Restliche Filme können ohne Schaden im nächsten Urlaub wieder verwendet werden.
Benutzt Objektive für die Camera, die eine Brennweite von mindestens 300mm besitzen. Ein Teleconverter mit dem Faktor x1.4 leistet ebenfalls sehr gute Ergebnisse.
Zoomobjektive (z.B. 60mm - 300mm) sind in Verbindung mit "schnellen" Filmen ideal.
Weitwinklige 35- bis 80mm-Objektive finden nur Anwendung bei Landschafts- oder Nahaufnahmen. Ein Landschaftsfoto mit einem Elefanten in der Größe einer Streichholzschachtel kommt da nicht so gut.
Preiswerte Skylite- oder UV-filter dienen nicht nur zum Schutz des Objektives, sondern reduzieren auch den Blaustich.
Pol-Filter können bei sachgerechter Handhabung (Drehen des vorderen Ringes) den Kontrast zwischen den Wolken und dem zum Himmelsblau verstärken, auch Spiegelungen von Glasscheiben oder Wasseroberflächen verringern. So lassen sich durchaus ausdrucksvollere Ergebnisse erzielen.

Die Filmauswahl ist nicht einfach.
Sie hängt von der Ausrüstung (Brennweite), den äußeren Umständen und natürlich dem Licht ab.
Der Berufsfotograf benutzt Stative, fährt allein im Jeep und hält natürlich bei einem lohnenden Motiv an. Er benutzt
ein Stativ und Filme mit 100ASA (oder gar noch geringere) für die Aufnahmen am Tage.

Sehr oft muss schnell fotografiert werden, auch während der Fahrt.
Tiere warten nicht, bis der Fotoapparat ausgepackt ist. Hier sollte ein entsprechend "schneller Film" (200ASA) verwendet werden. Schnell bedeutet, daß Du das Bild im Kasten haben musst, bevor das Tier Dir wieder das Hinterteil zudreht. Ein Film mit höherem ASA-Wert bietet eine schnellere Verschlusszeit und vermindert dadurch das Verwackeln. Allerdings nimmt die Körnigkeit dabei zu. Gleichzeitig ermöglicht er das Arbeiten mit Teleobjektiven oder Zooms, die viel mehr Licht brauchen als das Standard-Objektiv mit 50mm Brennweite, wenn aus der freien Hand fotografiert wird.

Zum Transport empfehle ich eine größere staubdichte Fototasche, die dann auch als Boardcase im Flieger genutzt werden kann. Sie sollte neben der Ausrüstung auch Reinigungspinsel und ein Pustebällchen enthalten.
Wenn der Platz dann ausreicht, können auch die Wertpapiere etc. untergebracht werden, also alles in einer Tasche, was man sowieso immer dabei haben möchte.

                                                               Batik

Die meisten Tiere trifft man früh morgens oder abends an, also immer dann, wenn die Hitze und damit auch das Licht nicht so stark ist.
Ein Grund auch, warum Pirschfahrten während der Mittagszeit selten stattfinden.

Wegen der Äquatornähe scheint die Sonne gegen Mittag direkt von oben und erzeugt so starke Schlagschatten. Beachtet hierzu die Rhinos (interner Link) im Nakuru-NP. Motive dieser Art können natürlich mit einem leistungsfähigen Blitzlicht verbessert werden, vorausgesetzt, man ist nahe genug dran. Bei diesen Rhinos wäre es schon lohnend gewesen.
Fotos bei leichter Bewölkung sind wegen der Streuung des Lichtes etwas kontrastärmer und gelingen damit besser.

Ein Stativ ist nicht so praktisch, da es im Safaribus nicht sicher befestigt werden kann und das Auto auch Dank der lieben Mitreisenden immer in Bewegung ist: Einer zappelt immer, und aussteigen ist ja nicht drin....


Falls Du befürchtest, daß die Filme durch evt. Roentgenstrahlungen bei den Kontrollen in den Flughäfen
Schaden erleiden könnten, packe sie in einen Stoffbeutel oder eine Plastiktüte und gehe einfach damit an der Schleuse vorbei und zeige sie den Zollbeamten! Die Beamten kennen sich aus und haben natürlich Verständnis.

Direkte Sonneneinstrahlung auf die Cameras solltest Du vermeiden. Auch der Sucher der Videocamera kann übrigens beschädigt werden, wenn die Sonne zu oft direkt hineinstrahlt, z.B. wenn Du sie an die Schulter hängst!
(Bei meiner V-Cam ist das passiert...)