| |
Falls ein Safariurlaub bei einem Reiseunternehmen gebucht wird, stellt
sich natürlich das Problem der Auswahl. Welche Zeit, welche Safari,
welches Strandhotel? Die angebotenen Leistungen sind irgendwie mehr oder
weniger vergleichbar, die Preise jedoch teilweise sehr unterschiedlich.
Siehe hierzu auch die Aufstellung der Safarikosten im Tipp über Geld/Devisen.
Die Reisezeit wird u.A. beeinflusst von den Regenzeiten
(Dezember bis Anfang Januar und Mitte März bis Mitte Mai gelten als
Standardzeiten). Während dieser Zeit ist eine Safari nicht gerade
empfehlenswert wegen evt. verschlammter Wege usw. Kurz vor den Regenzeiten
ist es heiß und sehr trocken, nach der Regenzeit blüht und
wächst es überall, und die Landschaften verwandeln sich paradisisch.
Wegen der Klimaveränderungen können sich Regenzeiten in Intensität,
Dauer und Zeit jedoch verschieben, sodaß keine verlässliche
Vorhersage mehr gemacht werden kann.
Im Juli, August und September trifft man in der Masai Mara auf die großen
Gnu- und Zebraherden. Für einen Tansaniaaufenthalt seien die Monate
Januar bis April empfohlen, in denen sich die Tiere wieder in der Serengeti
aufhalten, um ihren Nachwuchs zur Welt zu bringen.

Die Temperaturen spielen ebenfalls bei der Entscheidung eine Rolle
bei der Terminauswahl. Der Juli und August sind am Äquator die kühlsten
Monate, während es im europäischen Winter dort am heißesten
ist. Besonders im Februar und März können die Temperaturen an
der Küste leicht auf 40°C steigen.
Eine Safari durch Kenias Nationalparks sollte schon mindestens die Hälfte
der Aufenthaltszeit dauern, sonst kann man - meine ich - auch am
Mittelmeer den Urlaub am Strand verbringen. Viele Strände in Italien,
Südfrankreich oder Spanien sind ebenso schön, das Wasser ist
zum Baden besser und die Hotels sind ebenso gut.
Der Safariverlauf, also die zu besuchenden Reservate und Nationalparks,
sind das bedeutende Thema. Eine sorgfältige Analyse der Angebote
hilft bei der Entscheidung sehr. Jeden Tag woanders übernachten bedeutet
Stress und viele Kilometer auf der Straße (verlorene Zeit). Nur
eine Übernachtung im Samburu kann z.B. ein Gamedrive während
der Hinfahrt zur Lodge und einen zweiten Gamedrive auf dem Weg zurück
bedeuten.
Es ist bei manchen Veranstaltern möglich, 2 (!) Safaritouren während
des Aufenthaltes zu buchen, bei denen Doppelübernachtungen evt. leichter
eingebaut werden können.
Zeltcamps sind übrigens sehr bequem, sicher und zudem aufregender
!
Einen Augenmerk sollte man auf die Standorte der Lodges legen.
Eine Übernachtung außerhalb eines NP bedeutet u.U. eine sehr
lange Fahrt in den Park hinein, während bei einer Lodge innerhalb
des Parks schon von der Terrasse aus "Safari" stattfindet.
Das Strandhotel ist ebenfalls sorgfältig zu wählen. Hier
bestimmt natürlich - wie für die Safari auch - der Preis die
Qualität. Schwer also, oder?
Bedenkt, daß sogenannte Schnäppchenangebote oder sehr günstige
Hotels sehr oft nicht mehr den Ansprüchen genügen. Das Geld,
das Du beim Buchen sparst, zahlst Du hier dann mit Sicherheit im Urlaubshotel
wieder drauf, um z. B. die Qualität des Essens zu erhöhen, soweit
das dann in solchen Hotels überhaupt noch möglich ist. Ähnlich
mager fällt bei den Billigangeboten der Service und die Zimmerqualität
aus.
Hier findet ihr eine Karte der Strandhotels
an der Südküste Mombasas.
Ein Tipp noch: Achtet darauf, dass Ihr nicht während der Safari die Hotelkosten
an der Küste weiterbezahlt!
Der alternative Resturlaub im Inland bietet denen, die den Rummel
nicht gern mögen, der in manchen Strandhotels vorherrscht, eine erholsame
Alternative. Da bieten sich der Lake Naivasha an, vielleicht ein Farmhaus
eines ehemaligen englischen Gutsherren nördlich von Nairobi oder
im Rift Valley. Fragt ruhig einmal den Reiseanbieter nach Vorschlägen.
Ich finde grundsätzlich, wer schon mal diese weite Reise nach Kenia
oder Tansania antritt, sollte bei der Buchung nicht zu sehr sparen. Dazu
ist ein Besuch in dieser schönen Gegend zu wertvoll.
|